Zweiter grosser Brückenaustausch am Amsterdamer Hauptbahnhof abgeschlossen
Stahlbau / Montagen
Die Montage der zweiten von fünf Brücken, die im Rahmen eines mehrjährigen Projekts am Amsterdamer Hauptbahnhof modernisiert werden, ist abgeschlossen.
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Stahlbau / Montagen
Zweiter grosser Brückenaustausch am Amsterdamer Hauptbahnhof abgeschlossen
Die Montage der zweiten von fünf Brücken, die im Rahmen eines mehrjährigen Projekts am Amsterdamer Hauptbahnhof modernisiert werden, ist abgeschlossen.
Das Unternehmen Mammoet hat den zweiten grossen Brückenaustausch am Amsterdamer Hauptbahnhof erfolgreich abgeschlossen. Der erste war bereits 2025 fertiggestellt worden.
Insgesamt werden fünf Brücken modernisiert. Diese Arbeiten sind Teil des von ProRail geleiteten Programms für Hochfrequenz-Schienenverkehr (PHS). Dieses umfasst Gleisoptimierungen, Infrastrukturanpassungen und Bauarbeiten im Bahnhofsgebäude, um zukünftig mehr Zugverbindungen zum und vom Bahnhof zu ermöglichen.
In Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmen Dura Vermeer übernahm Mammoet die Verladung, den Transport und die Montage von drei Stahldecksegmenten, die von Hollandia Infra gefertigt wurden und die zweite Brücke bilden. Sie besteht aus zwei 28,5 Meter langen und jeweils 275 Tonnen schwere Komponenten sowie einem 21 Meter langen und 175 Tonnen schweren Mittelteil.
Transport über den Wasserweg
Da sich der Bahnhof in einem dicht frequentierten Innenstadtbereich befindet, stellte der Transport der neuen Brücken eine komplexe technische und logistische Herausforderung dar. Mammoet entschied sich daher, die Brückenteile auf dem Wasserweg statt auf der Strasse zu transportieren, um die Auswirkungen auf den Bahn- und Stadtverkehr möglichst gering zu halten. Jedes Brückenteil wurde auf einem Flachboot zur Ostseite des Bahnhofs transportiert. Dort wurde das Boot kontrolliert abgesenkt, um unter einer niedrigen Fussgängerbrücke hindurchfahren zu können. Nach der Positionierung wurden die Teile mithilfe von selbstfahrenden Modultransportern (SPMTs) von Mammoet um 90 Grad gedreht und anschliessend mit speziellen Hebevorrichtungen angehoben.
Spezielle Hebetechnik für beengte Platzverhältnisse
Während beim ersten Brückenaustausch für den letzten Anhebesvorgang – das Mittelteil – das Mega Jack 300-System von Mammoet zum Einsatz kam, wurde diesmal aufgrund der beengten Platzverhältnisse eine andere Methode gewählt. «Beim ersten Brückenaustausch konnten wir unser Mega Jack 300-System einsetzen. Diesmal arbeiteten wir jedoch zwischen zwei Brücken und mussten sowohl die bestehende als auch die neu installierte Brücke berücksichtigen. Deshalb mussten wir die neuen Elemente zunächst unter den Brücken hindurch manövrieren und drehen, bevor wir sie mit einem am Kai montierten Vierpunkt-Hebesystem anheben konnten», erklärte Leo de Vette, Projektleiter bei Mammoet.
Dieses Vierpunkt-Hebesystem besteht im Wesentlichen aus vier grossen Hydraulikzylindern, die sich alle mit der gleichen Geschwindigkeit ausfahren lassen. Sie laufen auf Schienen und können für präzise Bewegungen und das Anheben in verschiedene Positionen gebracht werden. Um das letzte Mittelteil montieren zu können, wurde der Pfeiler, auf dem es ruhen sollte, erst nach der groben Positionierung der Spannweite gebaut. Zuerst wurde das letzte Element im rechten Winkel zur Montagerichtung in Position geschwommen. Anschliessend wurde dieses Mittelteil um 90 Grad gedreht und angehoben. Es wurde dann auf den Konsolen der beiden bereits installierten Brückenteile abgesetzt und nahm deren Last vorübergehend auf.
Danach wurde die zentrale Brückensäule errichtet, woraufhin Mammoet zurückkehrte, um das Mittelteil darauf abzusenken. Die Installation jedes Brückenteils dauerte etwa eine Woche.
www.mammoet.com ■