Student Steel Bridge Competition begeistert Freiburg
Erfolgreiches Projekt
Sechs Meter Spannweite, 600 Kilogramm Belastung und weniger als 30 Minuten Montagezeit: Bei der zweiten Schweizer Student Steel Bridge Competition verwandelte sich der Georges-Python-Platz in Freiburg Ende April in ein Freiluftlabor für den Stahlbau. Bauingenieurstudierende und Metallbau-Lernende präsentierten eindrucksvoll, wie Praxiswissen, Kreativität und Teamarbeit zu leistungsfähigen Stahlkonstruktionen führen.
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Erfolgreiches Projekt
Student Steel Bridge Competition begeistert Freiburg
Sechs Meter Spannweite, 600 Kilogramm Belastung und weniger als 30 Minuten Montagezeit: Bei der zweiten Schweizer Student Steel Bridge Competition verwandelte sich der Georges-Python-Platz in Freiburg Ende April in ein Freiluftlabor für den Stahlbau. Bauingenieurstudierende und Metallbau-Lernende präsentierten eindrucksvoll, wie Praxiswissen, Kreativität und Teamarbeit zu leistungsfähigen Stahlkonstruktionen führen.
Der Brückenbau-Wettbewerb der HTA-FR verbindet Ausbildung und Praxis und macht die Zukunft des Stahlbaus für ein breites Publikum sichtbar.
Am 25. April 2026 stand Freiburg ganz im Zeichen des Stahlbaus. Wo sonst Passanten flanieren, entstanden auf dem Georges-Python-Platz innerhalb kürzester Zeit Tragwerke, die höchsten technischen Anforderungen genügen mussten. Die zweite Schweizer Student Steel Bridge Competition brachte Bauingenieurstudierende und Metallbau-Lernende zusammen und machte Ingenieurskunst live erlebbar.
Organisiert wurde der Wettbewerb vom Studiengang Bauingenieurwesen der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HTA-FR). Die Aufgabe war ebenso anspruchsvoll wie praxisnah. Die Teams mussten eine sechs Meter lange Stahlbrücke entwickeln, herstellen und vor Publikum montieren. Die Konstruktion hatte dabei nicht nur ästhetische und wirtschaftliche Kriterien zu erfüllen, sondern musste auch einer Belastung von bis zu 600 kg standhalten. Zusätzlich galt es, die Montagezeit von 30 Minuten nicht zu überschreiten.
Bereits Monate vor dem eigentlichen Wettbewerb begann für die Teilnehmenden die intensive Projektarbeit. Von der ersten Idee über die statische Berechnung bis hin zur Fertigung der einzelnen Bauteile durchliefen die Teams sämtliche Phasen eines realen Bauprojekts. Damit bot die Competition weit mehr als einen klassischen Wettkampf: Sie wurde zum praxisnahen Lernfeld, in dem technische, wirtschaftliche und organisatorische Herausforderungen gleichzeitig gemeistert werden mussten.
Unter strahlendem Frühlingswetter zeigten die sechs Teams auf dem Wettbewerbsplatz eindrucksvoll, wie präzise Planung und eingespielte Zusammenarbeit zum Erfolg führen. Mit grossem Engagement montierten sie ihre Brücken vor den Augen zahlreicher Zuschauerinnen und Zuschauer. Anschliessend folgte der entscheidende Moment - die Belastungsprüfung. Dabei mussten die Konstruktionen nachweisen, dass sie trotz geringem Materialeinsatz hohe Lasten sicher aufnehmen können.
Bewertet wurden die Projekte von einer Fachjury nach mehreren Kriterien. Neben der Gesamtleistung flossen auch architektonische Qualität, strukturelle Effizienz und Kosteneffizienz in die Beurteilung ein. Die besten Resultate erzielten die Teams «Pontus Triangulus» von der HTA-FR, «Les Eagles» von der HEPIA sowie «Aperol Bridge», ebenfalls von der HTA-FR.
Lernen unter realen Bedingungen
Der Wettbewerb verfolgt jedoch weit mehr als die Ermittlung eines Siegerteams. Ziel ist es, den Teilnehmenden ein immersives Lernerlebnis zu bieten und sie mit realen Fragestellungen des modernen Stahlbaus zu konfrontieren. Themen wie räumliche Einschränkungen, Werkstofffestigkeit, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Ressourceneffizienz spielen dabei eine zentrale Rolle. Gleichzeitig lernen die angehenden Fachkräfte, innovative Lösungen zu entwickeln und Baustahl gezielt und wirtschaftlich einzusetzen.
Besonders wertvoll ist dabei die Zusammenarbeit zwischen Bauingenieurstudierenden und Metallbau-Lernenden. Während die einen ihre Kenntnisse in Planung und Statik einbringen, verfügen die anderen über praktische Erfahrungen in Fertigung und Montage. Diese Kombination schafft ideale Voraussetzungen für einen Wissenstransfer, wie er später auch im Berufsalltag erforderlich ist. Die Veranstaltung zeigt eindrücklich, dass erfolgreiche Projekte vor allem dort entstehen, wo unterschiedliche Kompetenzen auf Augenhöhe zusammenarbeiten.
Neue Impulse für den Schweizer Stahlbau-Nachwuchs
Die Ausgabe 2026 brachte zudem zwei wichtige Neuerungen. Erstmals fand die Competition auf dem Georges-Python-Platz statt. Mitten im Herzen der traditionsreichen Brückenstadt Freiburg wurde damit eine symbolische Verbindung zwischen historischer Ingenieurbaukunst und zukünftigen Entwicklungen geschaffen. Gleichzeitig konnte das Publikum den Wettbewerb unmittelbar miterleben und einen Einblick in die Welt des Stahlbaus gewinnen.
Premiere feierte auch die Beteiligung der HEPIA (Haute école du paysage, d’ingénierie et d’architecture de Genève) aus Genf. Durch die erstmalige Teilnahme der Hochschule wurde das Netzwerk erweitert und der Austausch zwischen den Ausbildungsinstitutionen gestärkt. Damit entwickelt sich die Student Steel Bridge Competition zunehmend zu einer nationalen Plattform für die Förderung des technischen Nachwuchses.
Für die Teilnehmenden bleibt der Wettbewerb weit mehr als eine fachliche Herausforderung. Er vermittelt wichtige Erfahrungen in Projektmanagement, Kommunikation und Teamarbeit – Fähigkeiten, die für die Zukunft des Bau- und Metallbaus ebenso entscheidend sind wie technisches Know-how. Die Student Steel Bridge Competition zeigt eindrucksvoll, wie praxisorientierte Ausbildung, Innovationsgeist und Begeisterung für den Werkstoff Stahl zusammenfinden können.
Zum Video: Hier ■
Rangliste
1. Pontus Triangulus – beste Architektur, beste Gesamtleistung
2. Les Eagles – beste strukturelle Effizienz, bestes Video
3. Aperol Bridge – beste Kosteneffizienz, bestes Video
4. Steel & Chill
5. Optipont und Rouge mécanique.